Die Satzung der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) mit Sitz in Deutschland

Author: Ulrich Gößl  

Publisher: Mohr Siebeck‎

Publication year: 2010

E-ISBN: 9783161514241

P-ISBN(Paperback): 9783161500244

Subject: B9 Religion

Language: GER

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Die Satzung der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) mit Sitz in Deutschland

Description

Die Europäische Aktiengesellschaft ("Societas Europaea", kurz SE) ist eine noch junge supranationale Kapitalgesellschaft. Entgegen anfänglicher Prophezeiungen erfreut sie sich vor allem in Deutschland einer großen praktischen Beliebtheit. Nicht nur namhafte Großkonzerne wie z.B. Allianz, BASF und Porsche, sondern auch mittelständische Unternehmen haben sich mittlerweile für diese neue Rechtsform entschieden. Als körperschaftlich verfasste Gesellschaft verfügt auch die SE über eine Satzung, die als "Grundordnung" die wesentlichen Strukturmerkmale der Gesellschaft festlegt. Nach der Erörterung des anwendbaren Rechts unterzieht Ulrich Gößl die Satzung einer in Deutschland ansässigen SE einer eingehenden Analyse. Neben formellen Fragen, etwa im Zusammenhang mit dem Erlass und der Änderung der Satzung, widmet er sich umfassend den durch das SE-Statut eröffneten Gestaltungsspielräumen.

Chapter

Einführung

A. Einleitende Bemerkungen

B. Problemstellung und Gang der Untersuchung

Anwendbares Recht

A. Historische Entwicklung

I. Ursprüngliches Kodifikationskonzept (SE-VOV 1970 und 1975)

II. Rahmenregelung (ab SE-VOV 1989)

III. Bewertung

B. Verhältnis der SE-VO zum nationalen Recht

I. SE als eigenständige Gesellschaftsform

II. Regelungsbereich der SE-VO

1. Funktion des Regelungsbereichs

2. Umfang des Regelungsbereichs

a) Begrenzter Regelungsbereich

b) Umfassender Regelungsbereich

c) Stellungnahme

III. Regelung auf Gemeinschaftsrechtsebene

IV. Anwendung nationalen Rechts

1. Generalverweis Art. 9 Abs. 1 Buchst. c Ziff. ii

a) Tatbestandsvoraussetzung: Regelungsoffenheit

b) Rechtsfolge: Nationales Recht

aa) Sachnormverweis

bb) Reichweite

2. Spezialverweise

3. Nationale Ausführungsgesetze

V. Lückenschluss auf Gemeinschaftsrechtsebene

1. Kein generelles Verbot durch Verweisungsvorschriften

2. Eingeschränkter Bereich

VI. Zwischenergebnis

Satzung und Satzungserlass

A. Die Satzung der SE

I. Begriff der Satzung

1. Satzung und Gründungsurkunde (Art. 6)

2. Getrennte Dokumente in den mitgliedstaatlichen Aktienrechten

3. Funktion von Art. 6

II. Doppelstufigkeit der Satzungslegitimationen

1. Widersprüchliche Regelungen

2. Vorbehalt zwingenden Sitzstaatrechts

3. Vorrang der gemeinschaftsrechtlichen Satzungsautonomie

a) Art. 7 SE-VOV 1991

b) Einzelne verordnungsgeborene Satzungsautonomien

4. Konsequenzen

a) Lesart von Art. 9 Abs. 1 Buchst. c

b) Richtige Rechtsgrundlage

c) Einheitlichkeit der Satzung

III. Auslegung der Satzung

IV. Zwischenergebnis

B. Satzungserlass

I. Zuständigkeit

1. Primäre Gründungsformen

a) Verschmelzungsgründung

b) Holdinggründung

c) Gründung einer gemeinsamen Tochter-SE

d) Umwandlungsgründung

2. Sekundäre Gründung

II. Form

1. Notarielle Beurkundung

2. Auslandsbeurkundung

a) Rechtslage im nationalen Recht

b) Rechtslage bei der SE

3. Sprache

III. Eintragung ins Handelsregister

1. Zuständigkeit

2. Kontrollverfahren

IV. Zwischenergebnis

Analyse der Satzungslegitimationen

A. Ebene des Gemeinschaftsrechts

I. Satzungsstrenge

1. Auslegung

a) Wortlaut

b) Historie

c) Systematik

d) Zweck

2. Verordnungsergänzende Satzungsautonomie

3. Vergleich mit der Gestaltungsfreiheit in den Mitgliedstaaten

II. Einzelne Satzungsautonomien

1. Eindeutige Regelungen

2. Auslegungsbedürftige Bestimmungen

a) Art. 12 Abs. 4 Unterabs. 1

b) Art. 38 Buchst. b

c) Art. 39 Abs. 2 Unterabs. 2

d) Art. 51

e) Art. 52 Unterabs. 2

f) Art. 55 Abs. 1 Halbs. 2 bzw. Art. 56 S. 3

III. Einteilung der gemeinschaftsrechtlichen Satzungsautonomien

1. Einteilung nach Entschließungsermessen

a) Satzungsregelungsverpflichtungen nur aus nationalem Recht?

b) Statutarische Ermächtigung bzw. Verpflichtung

c) Auslegung

aa) Dispositive Grundregel

bb) Besonderheit bei mitgliedstaatlichen Ermächtigungen

d) Einzelne Bestimmungen

aa) Zahl der Organmitglieder

(1) Art. 39 Abs. 4 S. 1

(2) Art. 40 Abs. 3 S. 1

(3) Art. 43 Abs. 2 S. 1

bb) Art. 44 Abs. 1

cc) Art. 46 Abs. 1

dd) Art. 48 Abs. 1

ee) Art. 56 S. 2

2. Einteilung nach inhaltlichem Ermessen

a) Vorgaben der SE-VO

aa) Wahlrecht zwischen vorgegeben Alternativen

bb) Inhaltliche Vorgaben der SE-VO

cc) Ungeschriebene Gestaltungsgrenzen

b) Ermächtigungen an die Mitgliedstaaten

c) Gleichlaufprinzip

aa) Art. 47 Abs. 1

bb) Art. 47 Abs. 3

cc) Art. 55 Abs. 1 Halbs. 2 bzw. Art. 56 S. 3

IV. Zwischenergebnis

B. Satzungsautonomien in den nationalen Ausführungsgesetzen

I. Zulässigkeit der Delegation

1. Argumente gegen eine Delegation

2. Argumente pro Delegation

a) Wesentliche Beschränkung der Gestaltungsfreiheit

b) Wortlaut und Systematik von Art. 9 Abs. 1 Buchst. c

3. Stellungnahme

II. Einschränkungen

1. Ausgenommene Rechtsbereiche

2. Gleichlauf der Gestaltungsfreiheit

a) Aussagen der SE-VO

aa) Keine Anwendung von Art. 10

bb) Berichtspflicht Art. 69 Buchst. d

cc) Vorgabe des Art. 9 Abs. 1 Buchst. c Ziff. iii

b) Konsequenzen

aa) Funktionale Parallelität

bb) Keine Konformität bei Ausgestaltung des monistischen Systems

cc) Anwendung des § 23 Abs. 5 AktG im Rahmen des SEAG

III. Zwischenergebnis

C. Satzungsautonomien des Sitzstaatrechts

I. Satzungsstrenge (§ 23 Abs. 5 AktG)

II. Beeinflussung der nationalen Gestaltungsmöglichkeiten

III. Zwischenergebnis

Inhalt und Mängel der Satzung

A. Pflichtinhalt

I. Doppelstufigkeit der Satzung

II. Satzungsinhalt vor Eintragung

III. Pflichtinhalt aus der SE-VO

IV. Pflichtinhalt aus nationalem Recht

1. Katalog des § 23 Abs. 3 AktG

2. Exkurs: Primärrechtskonformität von Art. 7 S. 1

a) Niederlassungsfreiheit Art. 43, 48 EG

b) Art. 7 S. 1 als Wegzugsbeschränkung?

c) Ermessen des Verordnungsgebers

3. Satzungsinhalt bei Holding-SE

a) Zwischenschalten eines Treuhänders

b) Mindest- bzw. Höchstbetrag

c) Bedingtes Kapital

4. Sacheinlagen bzw. Sachübernahmen (§ 27 Abs. 1 AktG)

5. Satzungsbestandteile der Gründungsgesellschaften (§§ 74, 243 Abs. 1 S. 2 UmwG)

B. Fakultativer Inhalt

C. Satzungsmängel

I. Widerspruch zwischen Satzung und gesetzlichen Vorschriften

1. Im Gründungsstadium

2. Nach Eintragung

a) Amtslöschung bzw. Amtsauflösung (§§ 262 Abs. 1 Nr. 5, 275 Abs. 1 AktG)

b) Sonstige Satzungsmängel

c) Heilung gemäß § 242 Abs. 2 S. 1 AktG analog

II. Widerspruch von Satzung und Beteiligungsvereinbarung

1. Hierarchieverhältnis

2. Normzweck des Art. 12 Abs. 4

3. Voraussetzungen eines Widerspruchs

4. Widerspruch im Gründungsstadium

a) Eintragungshindernis

b) Satzungsanpassung im Gründungsstadium

c) Keine Heilung § 242 Abs. 2 S. 1 AktG analog

5. Nachträglicher Widerspruch

a) Neue Beteiligungsvereinbarung

b) Satzungsänderung

III. Zwischenergebnis

Einzelne Gestaltungsspielräume in der SE

A. Wahlmöglichkeit (Art. 38 Buchst. b)

B. Leitungsorgan

I. Zahl der Organmitglieder

1. Delegationsmöglichkeit

2. Einzelvorstand

II. Amtszeit

1. Abweichung vom AktG

2. Delegationsmöglichkeit

3. Unabhängigkeit des Leitungsorgans

4. Wiederbestellung der Organmitglieder

III. Geschäftsverteilung und Willensbildung

1. Exkurs: Rechtslage beim Vorstand der AG

2. Geschäftsverteilung

3. Beschlüsse im Gesamtorgan

a) Beschlussfähigkeit

b) Beschlussfassung

c) Abweichung durch Geschäftsordnung?

d) Ausschlaggebendes Stimmrecht

e) Alleinentscheidungsrecht

4. Vertretung

5. Form der Beschlussfassung

IV. Zwischenergebnis

C. Aufsichtsorgan

I. Zahl der Organmitglieder

1. Grenzen des § 17 Abs. 1 SEAG

2. Delegationsmöglichkeit

3. Einschränkung bei mitbestimmter SE?

II. Willensbildung

1. Exkurs: Rechtslage beim Aufsichtsrat der AG

2. Beschlüsse

a) Beschlussfähigkeit

b) Mehrheiten

c) Einschränkung bei paritätisch mitbestimmter SE

d) Ausschlaggebendes Stimmrecht

e) Vetorecht

III. Zwischenergebnis

D. Verwaltungsorgan

I. Zahl der Organmitglieder

1. Grenzen des § 23 Abs. 1 SEAG

2. Mitbestimmte SE

3. Delegationsmöglichkeit

II. Eignungsvoraussetzungen für Verwaltungsorganmitglieder

III. Willensbildung

1. Einschränkung im paritätisch mitbestimmten Verwaltungsorgan

2. Abberufung der geschäftsführenden Direktoren

3. Einberufung der Hauptversammlung

4. Vetorecht bzw. Alleinentscheidungsrecht

5. Form der Beschlussfassung

IV. Zwischenergebnis

E. Geschäftsführende Direktoren

I. Zwingende Bestellung (§ 40 Abs. 1 S. 1 SEAG)

1. Verdeckt dualistisches System?

2. Mangelnde Gestaltungsfreiheit?

II. Eigenschaften

1. Interne und externe geschäftsführende Direktoren

a) Wahlmöglichkeit

b) Vorgabe des § 40 Abs. 1 S. 2 SEAG

c) Vor- und Nachteile

2. Anwendbarkeit der Art. 46 ff.

3. Sonstige Voraussetzungen

III. Zahl der Mitglieder

IV. Amtszeit

V. Bestellung und Abberufung

1. Zuständigkeit

2. Wichtiger Grund für eine Abberufung

VI. Willensbildung

1. Gesamtgeschäftsführung

2. Vetorecht

3. Alleinentscheidungsrecht

a) Analoge Anwendung von § 77 Abs. 1 S. 2 Halbs. 2 AktG?

b) Mitbestimmte SE

VII. CEO-System

1. Exkurs: Der CEO im US-amerikanischen bzw. englischen Recht

2. Gestaltungsmöglichkeiten in der monistischen SE

a) Personenidentität

b) Weitere Regelungen

VIII. Zwischenergebnis

F. Hauptversammlung

I. Zuständigkeit der Hauptversammlung

II. Ablauf der Hauptversammlung

III. Minderheitenschutz

1. Abweichende Quoren bei Art. 55 und 56

a) Einführung von § 50 SEAG

b) Gestaltungsspielraum der Satzung

2. Form des Minderheitenbegehrens

IV. Beschlüsse

1. Beschlussfähigkeit

2. Mehrheitserfordernisse

a) Gewöhnliche Hauptversammlungsbeschlüsse

b) Satzungsänderungen

V. Zwischenergebnis

Änderung der Satzung

A. Zuständigkeit

I. Hauptversammlung

II. Ausnahmen

1. Anpassung an die Mitbestimmungsvereinbarung

2. Änderungen der sprachlichen Fassung (§ 179 Abs. 1 S. 2 AktG)

III. Zwischenergebnis

B. Verfahren und Form

I. Beschlussfähigkeit

II. Beschlussfassung

1. Stimmrechte pro Aktie

2. Abgegebene Stimmen

3. Mehrheitserfordernis

a) Zweidrittelmehrheit (Art. 59 Abs. 1)

b) Anwendung von § 179 Abs. 2 S. 1 AktG

aa) Stimmen- bzw. Kapitalmehrheit

bb) Nur zwingende nationale Vorschriften?

c) Einfache Mehrheit bei Quorum (§ 51 SEAG)

aa) Verordnungskonformität von § 51 SEAG

bb) Anwendungsbereich

4. Sonderbeschluss

a) Abschließender Charakter von Art. 60

b) Vorhandensein verschiedener Aktiengattungen

c) Rechtsbeeinträchtigung

aa) Restriktive Auslegung

bb) Rechtsbeeinträchtigung bei Kapitalmaßnahmen

III. Formalia

1. Notarielle Beurkundung

2. Eintragung ins Handelsregister

IV. Zwischenergebnis

C. Besonderheit beim Wechsel des Leitungssystems

I. Beschlussmehrheit

II. Neubestellung der Organe

III. Zwischenergebnis

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Materialienverzeichnis

Sachverzeichnis

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